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A 1.4 Ortung unterirdischer Leitungen

(1) Das Verfahren der Ortung dient zur Lokalisierung, vermessungstechnischen Erfassung und Bestands­dokumentation von unbekannten, unterirdischen, metallischen und nichtmetallischen Leitungen.

(2) Die Ortung unterirdischer Leitungen soll vornehmlich dazu angewandt werden:

  • eine vorhandene Leitungsdokumentation zu ergänzen bzw. zu erweitern,
  • eine digitale Planungsgrundlage zu schaffen, wenn eine aufgabenbezogene Weiterverwendung notwendig ist.

Nichtmetallische Leitungen werden grundsätzlich nur lagemäßig erfasst.

(3) Die Ergebnisse der Ortung sind in die einheitlichen, liegenschaftsbezogenen Bezugssysteme (Kapitel 3) zu überführen. Die Ergebnisse der Ortung sind durch Messungen an vorhandene oder vorher zu bestimmende Festpunktfelder anzuschließen. Die Ergebnisse der Messungen und Auswertung sind nachvollziehbar aufzubereiten und nachzuweisen.

(4) Die Genauigkeiten der georteten Leitungen sind abhängig vom Material und vom Ortungsverfahren. Gemäß dem Leitungsmaterial ist ein geeignetes Ortungsverfahren zu wählen.

Grundsätzlich sind folgende Genauigkeiten einzuhalten:

Genauigkeitsgrenzen der Ortungsverfahren

Art der Leitung

Lagegenauigkeit

Höhengenauigkeit

Metallische Leitungen

< 0,200 m

< 0,200 m

Nichtmetallische Leitungen

< 0,200 m

-

 

(5) Für das Verfahren der Ortung sind folgende Nachweise zu erbringen:

  • Erläuterungsbericht mit Angabe von Ortungsverfahren, Leitungsart und –material sowie Messverfahren,
  • Aufbereitete Messergebnisse in digitaler und ggf. analoger Form.