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Vorwort zur 3. Auflage (Stand: September 2007)

Seit Einführung der Baufachlichen Richtlinien Vermessung (BFR Verm) im Jahre 1995 hat die Bestands­dokumentation von Außenanlagen auf Liegenschaften des Bundes zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Inzwischen stellen sie eine wesentliche Grundlage für ein am Lebenszyklus von Liegenschaften orientiertes, wirtschaftliches und ganzheitliches Bau- und Liegenschaftsmanagement dar.

Ein ständig wachsender Anwenderkreis mit weiteren Anforderungen an raumbezogenen Informationen, die Weiterentwicklung von vermessungstechnischen Verfahren sowie Hinweise aus der praktischen Anwendung waren Anlass, die Richtlinien entsprechend fortzuschreiben.

Gegenüber der 2. Auflage wurde eine Umstellung der Kapitelreihenfolge vorgenommen, um die Zielsetzung dieser Richtlinien – eine bundesweit einheitliche Liegenschaftsbestands­dokumentation – deutlicher hervorzuheben.

Die derzeitige von den Vermessungs- und Katasterverwaltungen der Länder vorgenommene Umstellung der Festpunktfelder auf das amtliche Bezugssystem ETRS89 mit der kartographischen Abbildung UTM wird im Kapitel 3 „Festpunktfelder und Bezugssysteme“ berücksichtigt.

Im Kapitel 4 „Objektvermessung“ wurden die Genauigkeitsklassen OGL0 und OGH0 eingeführt, die Anforderungen an die Prüfung und die Übernahme vorhandener Bestands­unterlagen weiter präzisiert und Hinweise für eine optionale Fotodokumentation gegeben.

Die Vorgaben zur Entwurfs- und Bauvermessung konnten entfallen, weil die Erbringung dieser Leistungen mittlerweile in anderen Regelwerken des Bundes, z. B. Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Bundes (RBBau), beschrieben wird.

Umfangreiche Änderungen ergeben sich in Anlage 1 „Hinweise zu Messverfahren“. In der Anlage 1.2 „Messverfahren der Satellitengeodäsie“ sind die Nutzung von Referenzstationsdiensten aufgenommen und die Anwendungsgebiete der satellitengeodätischen Verfahren präzisiert worden. Weiterhin können nunmehr temporäre Anschluss­punkte geschaffen werden. In der Anlage 1.4 „Ortung unterirdischer Leitungen“ wurden Regelungen zur Erfassung des unterirdischen Bestandes integriert.

Die Richtlinien wurden durch den Bund-Länder-Arbeitskreis Vermessung im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Bundesministeriums der Verteidigung erarbeitet.